Filmvorführung und Gespräch: „Zeit für Utopien"
Der Dokumentarfilm von Kurt Langbein eröffnet anhand konkreter Beispiele neue Perspektiven auf nachhaltiges Wirtschaften und gemeinschaftliches Handeln. Im Zentrum steht unter anderem Petra Wähning, die der Werbebranche den Rücken kehrt und auf einem Bio-Bauernhof in Bayern ein genossenschaftliches Konzept entwickelt. Inspiriert von Erfahrungen in Südkorea, wo Produktion, Vertrieb und Konsum gemeinschaftlich organisiert sind, zeigt sich, wie nachhaltige Landwirtschaft ohne existenzielle Unsicherheiten gelingen kann.
Ergänzend weitet der Film den Blick auf internationale Initiativen: porträtiert wird die selbstverwaltete Teefabrik der Kooperative Scoop-ti in Gémenos (Frankreich) und deren Arbeitskampf, ebenso wie Bemühungen um faire Lieferketten am Beispiel einer Kobaltmine in Katanga, aus der Rohstoffe für das Fairphone stammen. Mit der Wohngenossenschaft Kalkbreite in Zürich rückt zudem ein Modell gemeinschaftlichen und nachhaltigen Wohnens in den Fokus.
Stimmen aus der Wissenschaft – darunter die Ökonomin Ulrike Herrmann – ordnen diese Entwicklungen ein und verweisen auf die Grenzen gegenwärtiger Wachstumsmodelle. Der Film versteht Nachhaltigkeit dabei nicht nur als ökologisches Prinzip, sondern als umfassenden Ansatz für ein selbstbestimmtes und solidarisches Leben.
Wo: Schwere(s)Los! e.V., Kleineschholzweg 5
Wann: Sonntag, 26. Juli, 15:00 Uhr


