Die Einzig Artigen

2019: Die Einzig Artigen
Immer noch in Wartestellung, was unsere französischen Kolleg/innen anbelangt, und von Schweizer Seite wegen Erkrankung und anderweitigen Engagements stark reduziert, hat sich die Freiburger Gruppe im Hinblick auf das bevorstehende Stadtjubiläum neu sortiert und sich vorgenommen, die nächsten 900 Jahre barrierefrei in Freiburg planerisch in die Hand zu nehmen.
Im Juli 2019 waren wir erstmals auf der Bühne bei Lampedusa Calling mit einem Stück, das wieder viel mehr Sprache einbezog. Dies war der Initiative einer unserer Teilnehmerinnen zu verdanken, die große Lust hatte, Sprechszenen zu konzipieren und eigene Gedichte vorzutragen. So wurde dieses Stück vergleichsweise wieder länger als seine Vorgänger und vereinte Lied, Tanz, Deklamation und Theater in einem. Auch hier stand das Menschsein trotz Wohnungslosigkeit, Behinderung, Erkrankung oder Reichtum im Vordergrund.
Mittlerweile sind wir auf der Recherche bezüglich der Barrierefreiheit in Freiburg. Das kann bedeuten, dass wir mal zusammen alle so genannten barrierefreien Toiletten ausprobieren, die in der Innenstadt zu finden sind, oder wir prüfen, ob wirklich alle von uns problemlos in die städtischen Museen kommen – und wohin überall dort drin. Wir freuen uns über weitere Spielfreudige, die Lust haben, dem Anschein der Inklusion in unserer Stadt ein bisschen auf den Zahn zu fühlen.
Kontakt: Maren Moormann, Tel. 0761-507502, verein@schwere-s-los.de

Die Einzig Artigen, das Theater mit der Inklusion, rollt wieder:
Dieses Mal in die Stadtbibliothek am Münsterplatz!
Mit dabei: die Bücher von Martin Schley „Deutsche Akte“ und „Sehr geehrtes Wetteramt“, denn nun kommen die Konsequenzen aus unseren Erfahrungen mit 900 Jahre Theater um die Inklusion in Freiburg!

Wir werden die besuchten Institutionen brieflich daran erinnern, was noch zu tun ist, um den Aktionsplan Inklusion der Stadt Freiburg pünktlich zum Stadtjubiläum in die Tat umzusetzen.

Und weil wir schon da waren, kam auch die Stadtbibliothek unter die Lupe. Cool: Es gibt einen Aufzug! Allerdings fährt der nicht überall hin. Absolut hoffnungslos ist die Empore mit der Jugendbibliothek. Wohin also mit jugendlichen Rollipilot/innen, die lesefreudig sind?
Die andere Empore ist GRUNDSÄTZLICH befahrbar, allerdings muss hierzu das Personal samt Schlüssel mobilisiert werden, um den Lastenaufzug zu öffnen und zu bedienen. Ein ziemlicher Aufwand, gerade wenn es z.B. nur um eine Tasse Kaffee aus dem Automaten geht, der ebenfalls die Empore bewohnt. Rollipilot/innen sollten überdies IMMER kommunikativ begabt sein, da sie in einer Welt, die nicht an ihre Bedürfnisse angepasst ist, ständig Hilfe benötigen. Zum Beispiel sich Bücher aus den oberen Regalen anreichen lassen.
Die Toilette im UG war zwar eine völlige Katastrophe, aber Frau K., die stellvertretende Leitung, versicherte uns, dass im OG gerade eine „Toilette für alle“ fertig gestellt wird, die dann sogar über einen Kran für schwer behinderte Personen verfügt. Lobenswert!

Unsere Bitte an Frau K.: Möglichst ALLES, auch die Option mit dem Lastenaufzug auf die Empore zu kommen, am Eingang ausschildern zur Orientierung!!

Es grüßen: Die Einzig Artigen

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