Stille-Ensemble

Das Stille-Ensemble stellt ein exklusives und neues Veranstaltungsformat im Verein Schwere(s) Los! dar. Es setzt sich aus professionellen und semiprofessionellen Musiker/innen zusammen, es ist interdisziplinär und interkulturell und wurde ursprünglich für die Woche der Stille 2019 konzipiert.

Veranstaltungen 2022

DO., 20.10., 19.00 Uhr – MUSIKALISCHE LESUNG
 – Theatebar Freiburg

Corona-Blues:
 Wenn Blicke infizieren könnten…
 Frühjahr 2020 – wochenlange Kontaktsperren, leergefegte Straßen.
 Was zuerst wie ein großes Abenteuer beginnt, wird für viele zu einer
 nervlichen Zerreißprobe. Eine Abwärtsspirale in den Schlund der Einsamkeit 
tut sich auf. Berührungen sind tabu, Passant*innen schlagen 
auf der Straße die Augen nieder. Die herbeigesehnte Impfung bringt
 kaum Erleichterung, vielmehr zerfällt die Gesellschaft in feindliche Lager,
 die Spaltung geht durch Freundschaften und Familien. Und nun? 
Sind wir nach über 2 Jahren noch die gleichen wie zuvor? Was hat
 diese Zeit aus uns gemacht und welche Strategien haben wir entwickelt?


Musikalische Lesung von autobiografischen Texten von Menschen 
mit Krisenerfahrung.

Theaterbar des Stadttheater Freiburg, Bertoldstraße 46

Um Spenden wird gebeten.

FR., 11.11., 20.00 Uhr – MUSIKALISCHE LESUNG
 im Rahmen der Ausstellung „abgrundtief schön! – VHS Freiburg, Schwarzes Kloster

Das STILLE-Ensemble umrahmt und begleitet Gedichte der Origamikünstlerin Gitte W., die ihre Arbeiten im Schwarzen Kloster (bis 27.11. zu sehen) ausstellt… mehr

Raum für Begegnung und Resonanz

Stille und Musik – wie passt das zusammen? Ganz natürlich! Denn ohne Stille kein Klang – und da dieser naturgemäß verklingt, kann es auch wieder still werden…

Wir geben dieser Stille – zwischen den Klängen – Raum sich breit zu machen. Denn die Stille ist ein hohes Gut, das viel zu wenig „genutzt“ wird. Stille ist da, wo wir offen sind für das Unbekannte – und in der Konfrontation mit diesem Unbekannten begegnen wir uns selbst und diesem stillen Anteil unserer Seele.

Das Stille-Ensemble ist interdisziplinär. So kommen neben dem Genre Musik auch Beiträge aus Tanz und Performance sowie Lyrik und Lichtkunst zum Einsatz. Diese Bereiche können in die Inszenierung einfließen, müssen es aber nicht – je nach Veranstaltungs-Format wird hier individuell ein Konzept ausgearbeitet!

Das Stille-Ensemble ist interkulturell. Einige Mitglieder haben ihre Herkunft ursprünglich in unterschiedlichen Ländern bzw. Kontinenten und bringen somit ihr spezifisches musikalisches Wissen und ihre kulturelle Prägung in den kreativen Prozess mit ein. Manche haben auch Fertigkeiten aus der orientalischen Musik.

Das Konzept "Stille"

Das „Stille-Konzept„ bietet dem Publikum Raum für Resonanzerfahrungen, da die musikalischen Beiträge in unterschiedlich lange Stille-Phasen übergehen und so ein tiefes und auch kollektives Nachwirken zulassen.

Denn die Besonderheit des Stille-Ensembles liegt in der Form der Zurückhaltung, so dass sich primär Stille breit machen kann. Der Moment für das Gemeinsame beginnt immer wieder auf’s Neue, in einem vorsichtigen Herantasten an den stillen Raum. Diesen Gestaltungsprozess begehen die Musiker/innen gemeinsam und in unterschiedlicher Weise – eben im immer wiederkehrenden Experiment die Stille als eine „musikalische“ Mitspielerin zu begreifen und sie für die Zuhörenden erfahrbar zu machen, indem die Stille immerwieder durch einzelne musikalischer Beiträge „gebrochen“ wird.

Darauf lässt sich auch das vielfältige Ensemble begründen.

Für diese Beiträge greifen die Musiker/innen auf ihr eigenes reichhaltiges Repertoire zurück. Die Auswahl hierbei wird im Probenprozess im Kollektiv ausgelotet, um dann in der Aufführung gezielt und prägnat aus der Dunkelheit gehoben zu werden. Ebenso verhält es sich mit Beiträgen, die im Probenprozess durch gemeinsame (freie) Improvisationen entstanden sind.

Die Aufführungen sind für Innenräume konzipiert, dennoch wären unter bestimmten Voraussetzungen auch Veranstaltungen unter freiem Himmel denkbar. Für die Zukunft sind auch spontane Interventionen, wie Happenings vorgesehen.

Das Ensemble versteht sich als Forscherteam für die Stille. Denn Stille ist nicht NICHTS – sie bildet sich um einen Raum vielfältiger Potentiale, die es zu entdecken gilt. Das Stille-Ensemble will diesen Ursprungs-Impuls des Entdeckens wieder erfahrbar machen, indem es einen Raum schafft, der Resonanz nicht nur zulässt, sondern auch einfordert.

Besetzung

Ranjith Gunatilleke (Tabla)
Gisa Hardegen (Akkordeon, Klavier, Percussion)
Marius Küppers (Gesang, Gitarre)
Michael Labres (Gesang, Gitarre)
Maren Moormann (Gesang, Klavier, Querflöte, Harfe)
Dilshod Nazarov (Cello)
Beuz Thiombane (Percussion)
Eva Toball (Harfe, Nay, Gläser)

Kontakt

Michael Labres, 0049-(0)157 – 844 75 171 (kein whatsapp!), michael.labres@schwere-s-los.de